Erste spielt 33:33 in Erbach
Mit einem glücklichen Unentschieden kehrt unserer Mannschaft vom Lokalderby gegen den SV Erbach zurück.
Das Bild von Armin Kübelbeck zeigt Stefan Vogel, der mit 6 Toren und einigen herausgeholten 7-Meter-Strafwürfen noch bester Lampertheimer war.
In der Pause noch mit 19.14 Tore nahe zu aussichtslos zurückliegend, fand unser Trainer Bernd Massag in der Pause wohl die richtigen Worte, so dass unser Team die Partie noch drehen konnte.
Ein Sieg wäre letztendlich möglich, aber nicht verdient gewesen.
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LL Männer: SV Erbach — TV Lampertheim 33:33 (19:14)
Zuletzt standen sich beide Mannschaften am 20. Februar 2010 in der selben Halle beim Spitzenspiel der Bezirksoberliga gegenüber. Erster gegen Zweiter hieß es damals. Ein Spiel um Meisterschaft und Aufstieg. Der TV Lampertheim behielt in einem dramatischen und hochklassigen Spiel mit 30:33 (16:15) die Oberhand und zog in der Tabelle an der von Martin Rother trainierten Mannschaft vorbei — punktgleich, aber im direkten Vergleich besser. Die damals von Uwe Groß trainierten Lampertheimer patzten einen Monat später bei der SKG Ober-Mumbach (28:27), während Erbach alle restlichen Spiele gewann und in die Landesliga aufstieg. Ein Jahr später folgten die nun von Bernd Massag trainierten Lampertheimer dem SV Erbach mit einer perfekten, verlustpunktfreien Spielrunde in die Landesliga. Die Vorzeichen bei diesem Spiel waren aber andere als 21 Monate zuvor. Beide Mannschaften hatten ein negatives Punktekonto und führten mit 7:9- (Erbach) und 6:10-Punkten (Lampertheim) das hintere Tabellendrittel an. Es ging in diesem Spiel vor allem darum Anschluss an das breit besetzte Mittelfeld der Tabelle zu halten und sich von der Abstiegszone zu entfernen.
Der SV Erbach begann mit dem 17-jährigen Tobias Kiefer im Tor, während für die Lampertheimer Routinier Matthias Hümmer zwischen den Pfosten stand. Sehr ausgeglichen gestaltete sich die Anfangsphase des Spiels, in der sich zunächst keine Mannschaft absetzen konnte. Nach 20 Minuten beim Stand von 10:10 erhöhten die Gastgeber das Tempo und Lampertheim offenbarte in der Deckung einige Schwächen, die sich am besten mit „Passivität“ beschreiben lassen. Die Abwehr ließ Matthias Hümmer — der im ersten Spielabschnitt nur wenige Bälle zu fassen bekam — zu oft im Stich und Erbach zog auf 14:10 davon. Da half auch eine Auszeit von Bernd Massag nicht viel. Die deutlichen Worte und Anweisungen an seine Mannschaft wurden nur unzureichend umgesetzt. Drei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nahm dann Martin Rother beim Stand von 18:14 seine Auszeit. Er ließ sich etwas Besonders einfallen, dessen Umsetzung der Höhepunkt des Abends wurde. Timo Groß warf den Ball von halbrechts nach linksaußen hoch in den Torraum, wo der „angeflogene“ Dominik Juchem mit einem blitzsauberen Kempatrick den Ball zum 19:14-Pausenstand im Tor des TVL unterbrachte.
In der zehnminütigen Halbzeitpause hatte Bernd Massag offensichtlich mehr Erfolg seine Mannschaft wieder auf Linie zu bringen. Erbach versäumte es den Vorsprung gerade in Überzahlsituationen auszubauen und langsam kamen die Spargelstädter wieder heran. In der 42. Spielminute kam Thorsten Bock in das Tor der Erbacher, aber an ihm — wie auch zuvor an Tobias Kiefer — lag es nicht, dass sich Lampertheim drei Minuten später bis auf einen Treffer herankämpfte (26:25). Erbach zeigte aber Moral und ging wieder mit vier Treffern in Führung (30:26). In den letzten drei Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Leider ging dabei auch die zuvor klare Linie der beiden Unparteiischen verloren. In der 58. Minute bekam Timo Groß seine dritte Zeitstrafe und Lampertheim wegen des begangenen Fouls einen Siebenmeter — beides korrekte Entscheidungen. Dirk Redig trat an die Linie und warf an die Unterkante der Latte — kein Tor. Erbach in Ballbesitz, aber doppelte Unterzahl und nur noch 135 Sekunden Spielzeit bei drei Toren Vorsprung. Nach einem diskussionswürdigen Offensivfoul durch Oliver Hess kam Lampertheim in Ballbesitz. Noch diskussionswürdiger das Foulspiel, das Hess danach begangen haben soll, das ihm ebenfalls die dritte Zeitstrafe und Lampertheim erneut einen Siebenmeter einbrachte. Noch 93 Sekunden und diesesmal traf Dirk Redig das Tor. Noch zwei Tore Vorsprung, aber nur noch drei Erbacher Feldspieler gegen sechs Lampertheimer. Patrick Eppers bekommt den Ball und erzielt per Tempogegenstoß den 33:32-Anschlusstreffer. Erbach konnte einen Spieler nach Ablauf der Zeitstrafe wieder ergänzen, war aber weiterhin in doppelter Unterzahl. Nun bekam Sven Vogel auf Lampertheimer Seite eine Zeitstrafe, doch ein erneuter Erbacher Ballverlust und Lampertheim erzielte im Tollhaus Mehrzweckhalle den Ausgleichstreffer. Lampertheim kam zwar zwei Sekunden vor Abpfiff noch einmal in Ballbesitz, aber es blieb beim für Lampertheim sicherlich etwas glücklichen, aber durchaus verdienten Unentschieden.
Beide Mannschaften müssen sich für die am nächsten Wochenende anstehenden Aufgaben deutlich steigern, wenn sie Punkte gewinnen wollen. Lampertheim spielt am Sonntag zu Hause gegen die HSG Nieder-Roden II und Erbach muss bereits am Samstag zum starken TV Gelnhausen II.